Pressemitteilung – Demonstration: TOGETHER WE FIGHT – TOGETHER WE STAY ! Für eine gute Zukunft für alle!

Samstag, 19.10. / 14:30 Uhr am Antikolonial-Denkmal („Elefant“)

Gut ein Jahr ist es nun her, dass das Lager Gottlieb-Daimler-Straße durch den öffentlichen Druck des Bündnisses „Together we are Bremen“ geschlossen wurde. Aber der einzigartige Protest der Geflüchteten-Selbstorganisation geht weiter. Denn noch immer haben viele der jungen Menschen keine Bleibeperspektive in Bremen – obwohl sie teilweise seit fast zwei Jahren hier leben und ein Teil dieser Stadt geworden sind.

Viele sind noch immer von Umverteilungen in andere Städte und damit von Abschiebung bedroht, leben isoliert und unter äußerst schlechten Bedingungen im Erstaufnahmezentrum in der Lindenstraße. Dort hatte es vor einigen Monaten gewaltvolle Übergriffe gegen die jungen Menschen von Seiten der Security-Kräfte gegeben. Die Sozialbehörde hatte diese Übergriffe sogar eingestanden – aber geändert hat sie nichts.

„Wir haben in der Lindenstraße keinen Zugang zur Schule und kein gutes Essen. Wir sind dort isoliert. Und wir erleben dort alltäglich Ausgrenzung und Diskriminierung durch die Sicherheitskräfte“, berichtet so auch Mamadou B., der seit Monaten dort untergebracht ist. Die Lindenstraße ist als Erstaufnahmezentrum nur für eine Aufenthaltszeit von wenigen Wochen konzipiert und nicht dafür gedacht, dort Monate zu leben. Das gesteht auch die Sozialbehörde ein – und bringt die Betroffenen dort trotzdem ohne Zögern über viele Monate hinweg unter.

Mit einer großen Demonstration werden Aktivistinnen und Unterstützerinnen des Bündnisses auf diese unverändert katastrophale Situation aufmerksam machen.

Zum Jahrestag der Schließung der Gottlieb-Daimler-Straße werden sie auch zeigen, dass der Protest so lange weitergehen wird, bis ihre legitimen Forderungen nach einer gesicherten Zukunft für alle erfüllt sind.
„Was wir wollen, ist echte Inklusion: Wir sind hier und wir werden hier bleiben. Wir wollen endlich richtige Papiere, damit wir frei werden und Frieden finden. Wir wollen keine Umverteilungen, wir wollen keine Duldung – wir wollen Aufenthaltserlaubnisse, Zugang zu Bildung und gute Wohnbedingungen!“, fordert Lamin D. vom Bündnis.

Die Erfüllung dieser Forderungen sind nicht nur menschenrechtlich dringend geboten. Innenbehörde, Bildungsbehörde und Sozialbehörde haben auch alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten, diese Forderungen nach humanitären Aufenthaltserlaubnissen, nach Schule und nach angemessener Unterbringung zu erfüllen.